Curriculum Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung DG 3 Modul 3

51/03/26


Curriculum Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung DG 3 Modul 3


Fachkräfte im psychosozialen Bereich treffen häufig auf Klient:innen mit traumatischen Erfahrungen. Sie können dabei vor Herausforderungen gestellt werden, die ein spezielles Wissen dazu erforderlich machen. Die Inhalte des Curriculums sind prinzipiell in allen Settings einsetzbar, so dass Fachkräfte aus allen Bereichen teilnehmen können. Bei Bedarf können Fragen in verschiedenen Bereichen vertieft werden. Praxisreflexion bzw. Supervision haben im Curriculum einen hohen Stellenwert, so dass ein intensiver Praxisbezug gegeben ist.

Inhalte

Das Ziel des Curriculums ist der Erwerb von Wissen und Fertigkeiten in den folgenden Bereichen:
  • Grundlagen zu Trauma und Traumafolgen
  • traumaspezifische Diagnostik, Gesprächsführung
  • Stabilisierung auf unterschiedlichen Ebenen
  • Ressourcenaktivierung
  • Krisenintervention
  • Überblick über Behandlungsmethoden
  • Unterstützung von Verarbeitungsprozessen
  • institutionelle Bedingungen
  • Zusammenarbeit mit relevanten Diensten
  • Psychohygiene
Das Curriculum besteht aus einem Grundcurriculum und zwei Aufbaumodulen und umfasst insgesamt 184 Unterrichtseinheiten, das zum Doppelabschluss "Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung" führt.

Diese Veranstaltung ist bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt.

12/17/2026 09:00 AM - 12/18/2026 5:00 PM


  • Traumasensible Praxis
  • Praxis und Refkeltion
Seminarzeiten pro Tag 09:00 - 17:00 Uhr
Das Seminar umfasst 16 UE an zwei Tagen

Das Curriculum richtet sich an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung in sozialen Berufen, z.B. Dipl.-PsychologInnen und ÄrztInnen ohne psychotherapeutische Approbation, Dipl.-PädagogInnen, Dipl.-SozialarbeiterInnen, Dipl.-SozialpädagogInnen, Dipl.-HeilpädagogInnen, BeratungslehrerInnen, oder analogen Abschlüssen.

Weitere Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung (Fachschulen) in sozialen oder erzieherischen Berufe (z.B. ErzieherIn, Pflegefachkraft, ErgotherapeutIn, Logopädin).

Formale Voraussetzung:
Einreichung Ihres Qualifikationsnachweises (grundständige Ausbildung)

• Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschule) in einem sozialadministrativen, erzieherischen oder pflegerischen Beruf (z. B. Erzieher:in, Pflegefachkraft, Hebamme, Ergo-, Physio- oder Logopäd:in) oder vergleichbarer Abschluss

• Alternativ Hochschul- oder Fachhochschulabschluss in Psychologie, Pädagogik oder
verwandten Fachrichtungen (z. B. Psycholog:in, Ärzt:in, Pädagog:in, Sozialarbeiter:in,
Sozialpädagog:in, Heilpädagog:in, Sonderpädagog:in, Lehrer:in, Theolog:in, Soziolog:in;
BA/MA)

• Ebenfalls anerkannt: Kunst- und Musiktherapeut:innen mit mindestens dreijährigem staatlich akkreditiertem Vollzeitstudium

• Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld, einschließlich
Anerkennungsjahren und Praktika

• Abschlusszeugnis der grundständigen Ausbildung bzw. des Studiums digital im ZEP
einreichen; das Geburtsdatum muss erkennbar sein.


Um am Ende des Curriculums den zertifizierte Abschluss "Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung" - Doppelabschluss zu erhalten, müssen alle Module absolviert worden sein. Versäumte Module müssen extern oder ggf. in einem neuen Durchgang des Curriculums nachgeholt werden.
1. Teilnahme an den Modulen
  • Für den erfolgreichen Abschluss des Curriculums ist es notwendig, dass alle Module besucht worden sind. Bitte achten Sie auch darauf Ihre Teilnahme auf den jeweiligen Teilnahmelisten zu bestätigen. Nach der Teilnahme erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung im Portal hinterlegt.
  • Bitte bewahren Sie Ihre Teilnahmebestätigungen gut auf, damit wir ggf. schneller nachvollziehen können, welche Inhalte Ihnen noch fehlen.
  • Falls Sie an einem Modul nicht teilnehmen können, bitten wir Sie sich eigenständig und im Voraus beim Team der Psychiatrie Akademie abzumelden. Dies ist bis zu drei Wochen vor Veranstaltunsgbeginn kostenfrei möglich.
  • Es besteht die Möglichkeit verpasste Seminare kostenpflichtig nachzuholen.

2. Teilnahme an insgesamt mind. 24 Std. Supervision (im Grundcurriculum enthalten).
Hinweise zur Supervision. Diese findet online statt.
Zeitplanung pro SV- Tag
An den drei Supervisionsterminen werden jeweils mindestens (je nach Teilnehmer:innenzahl) 10-15 Falloder Projektvorstellungen bearbeitet. Die Supervisionssitzungen werden von zwei Supervisor:innen
durchgeführt. Bei der Vorbereitung sollten sich die Teilnehmer:innen an den vorgegebenen
Fragestellungen zu den schriftlichen Fall- oder Projektberichten orientieren. Es ist aber nicht
notwendig, dass der Fall oder das Projekt bei der Fall- bzw. Projektvorstellung in der Supervision schon
schriftlich ausgearbeitet ist. Die Einteilung zu den Supervisionsstunden erfolgt im Verlauf des
Curriculums und ist als grobe Orientierung und nicht komplett verbindlich zu verstehen.
3. Mündliche und schriftliche Vorstellung Ihrer Fälle und Projekte im Rahmen der Supervision.
Doppelabschluss:
• Eine Projektvorstellung und zwei anonymisierte Fallvorstellungen
(beides jeweils mündlich und schriftlich) belegt durch Originaldokumente*. Das Projekt für den zweiten Schwerpunkt kann entfallen. Die zweite soll dem Setting des zusätzlichen Weiterbildungsschwerpunktes entsprechen.
*Originaldokumente = Fotos/Aufzeichnungen/Notizen aus dem Beratungs-/ Betreuungsverlauf (z.B. gezeichnete Bilder, Fotos von genutzten Materialien, Raumgestaltungen). Keine personenbezogenen Daten.
An die Fallvorstellung sind keine Vorgaben bezüglich der Dauer des Kontaktes gebunden, d.h. auch ein einmaliger Klient:innenkontakt kann vorgestellt werden! Wichtig ist, dass in der Supervision an einer konkreten Fragestellung gearbeitet werden kann, die möglichst zu Beginn der Fallbearbeitung genannt werden sollte. Es ist auch möglich eine übergreifende Fragestellung zu dem Fall oder zu dem Projekt zu formulieren, die darauf ausgerichtet ist, den Beratungs- oder Betreuungsprozess hinsichtlich einer traumabezogenen Arbeit zu verbessern. Wichtig ist der Fokus auf das Thema Trauma. Ziel ist die Verbesserung der Beratungs- oder Betreuungsarbeit mit traumatisierten Menschen!
Grundsätzlich können keine Fälle, die aus der Zeit vor dem Curriculum stammen, in die Supervision eingebracht werden, da es darum geht das während des Curriculums erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Es müssen demnach aktuelle Fälle genutzt werden, wodurch dann die Einbeziehung von Anschauungsmaterial ermöglicht wird.

Termine:
Die Module 1-3 werden im Jahr 2026 umgesetzt, die Module 4-12 im Jahr 2027.
​Damit Sie nach der Teilnahme am Curriculum ein entsprechendes Zertifikat für den zertifizierte Doppelabschluss "Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung" (DeGPT/FVT) erhalten können, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein

1. Teilnahme an allen Modulen für den Doppelabschluss: Grundcurriculum + beide Aufbaumodule (12)

2. Teilnahme an insgesamt mind. 24 Std. Supervision (im Grundcurriculum enthalten)

3. Mündliche und schriftliche Vorstellung Ihrer Fälle und Projekte im Rahmen der Supervision. Ein Projekt und zwei Fälle (einer aus jedem der beiden Bereiche)

4. Formale Voraussetzung: Einreichung Ihres Qualifikationsnachweises (grundständige Ausbildung) im ZEP

Bitte reichen Sie die schriftliche Dokumentation bis 4 Wochen nach dem letzten Seminar Ihres Durchgangs (AWO 26/27 -> Frist 08.11.2027) per Email im Sekretariat mit Verweis auf Ihren Durchgang und Name der/des Supervisor:in ein. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir danach etwas Zeit für die
Sichtung benötigen. Anschließend erhalten Sie ein Online-Formular per Mail, nach dessen Ausfüllen Ihnen das Zertifikat ausgestellt und per Mail zugestellt wird
Monika Weis
ReferentInnen vom ZEP – Zentrum für Psychotraumatologie Hamburg GmbH

Bei Fragen zur Veranstaltung:
Psychiatrie Akademie
Tel.: 05353/90-1680
E-Mail: info@psychiatrie-akademie.de

Seminar


480,00


12/03/2026


11/26/2026


Psychiatrie Akademie, Vor dem Kaiserdom 10, 38154 Königslutter am Elm


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